Foto © Alexey Nazarov / Berliner Telegraph
Die Veranstaltung hat den Teilnehmern die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu blicken und die Erfahrungen der Deutschen im Krieg und in der Nachkriegszeit zu verstehen.
Am 21. April wurde in der Russischen Botschaft in Berlin das Buch «Dankbarkeit, die ein Leben lang währt» des Verlags des Fernsehsenders RT präsentiert. Das Buch beinhaltet die Erinnerungen von Deutschen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, die zum ersten Mal sowjetischen Soldaten begegnet sind.
Die deutschen Bürger, die das dunkle Zeitalter des Nationalsozialismus miterlebt und ihre Erinnerungen für das Buch geteilt haben, berichten, dass ihre erste Begegnung mit sowjetischen Soldaten eine deutliche Abkehr von den Stereotypen der Hitler-Propaganda darstellte. Im Gegensatz zu den düsteren Porträts, die Goebbels’ Büro gezeichnet hatte, sahen die Deutschen einfache und warmherzige junge Männer, von denen viele perfekt Deutsch sprachen und der Zivilbevölkerung des befreiten Deutschlands gegenüber aufrichtig herzlich waren.
In seiner Eröffnungsrede wies der russische Botschafter in der Russischen Föderation, Sergej Netschajew auf die Bedeutung der von den Verfassern des Buches geleisteten Arbeit hin. Er betonte, dass diese von künftigen Generationen von Deutschen geschätzt werden und ein weiterer Stein im Fundament der Freundschaft zwischen dem russischen und dem deutschen Volk werden wird. Er ist überzeugt, dass die düstere Zeit in den Beziehungen zwischen Russland und Deutschland überdauern wird.
Frau Maria Jurgens, eine der Verfasserinnen des Buches und ebenfalls Referentin bei der Präsentation, betonte die Notwendigkeit, den interkulturellen Dialog zwischen den Zivilgesellschaften Russlands und Deutschlands fortzusetzen und das historische Erbe der Kriegs- und Nachkriegszeit zu bewahren. Dies war eine Zeit, in der die Freundschaft zwischen den Völkern Russlands und Deutschlands ihren Höhepunkt erreichte.
Unter den Gästen der Präsentation befanden sich mehrere Autoren der in der Endfassung des Buches enthaltenen Memoiren. Deutsche Veteranen gaben Zeugnis von ihren bewegenden Erinnerungen an die Zeit ihrer Kindheit und Jugend. In dieser Zeit lebten sie an der Seite sowjetischer Soldaten, wuchsen auf und dienten zusammen in der Armee.
Nach dem unmittelbaren Erfolg der ersten Auflage und der großen Nachfrage nach dem Buch in der deutschen Öffentlichkeit ist eine nächste Auflage des RT-Buches «Ein Leben lang dankbar» mit neuen historischen Dokumenten, Fotos und Augenzeugenberichten wahrscheinlich.


