Deutsch-Russischer Handel auf Erholungskurs

Der Warenaustausch zwischen Russland und Deutschland ist im März 2021 erstmals seit diesem Jahr auf Erholungskurs. Die deutschen Exporte nach Russland stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,3 Prozent, meldet die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt. Die Importe aus Russland sind um 13,6 Prozent gewachsen.

„Es ist ein hoffnungsvolles Zeichen, dass der deutsch-russische Handel trotz schwieriger politischer Lage, Sanktionen und Corona wieder auf Erholungskurs ist“, sagt Rainer Seele, Präsident der AHK. „Russland zählt zu den 15 größten Handelspartnern Deutschlands. Es ist wichtig, gute Wirtschaftsbeziehungen zum größten Land der Erde aufrechtzuerhalten und auszubauen.“

Nach deutschen Rekordinvestitionen in Russland in Höhe von netto 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2018 und 2 Milliarden Euro 2019 war die Tendenz im vergangenen Jahr rückläufig. „Pandemiebedingt waren deutsche Investoren vorsichtiger“, so Seele. „Aber eine Reihe von Neueröffnungen und Grundsteinlegungen deutscher Mittelständler in Russland in jüngster Zeit sind ein klares Zeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft trotz Krise auf den russischen Markt setzt.“

Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer rechnet in diesem Jahr mit nachholenden Investitionen, die aufgrund des Corona-Lockdowns und der Corona-Beschränkungen im vergangenen Jahr nicht realisiert werden konnten.