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  Deutschland  St. Petersburger Wirtschaftsforum (SPIEF-2026): Chemie, Pharmazie und Lebensmittel sind heute die wichtigsten deutschen Exportgüter nach Russland
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St. Petersburger Wirtschaftsforum (SPIEF-2026): Chemie, Pharmazie und Lebensmittel sind heute die wichtigsten deutschen Exportgüter nach Russland

Dr. Gregor SpitzenDr. Gregor Spitzen—4. июня 2026

Foto © Berliner Telegraph

Die deutsche Delegation auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum war eine der beeindruckendsten: Neben Vertretern der deutschen Wirtschaft und Bundestagsabgeordneten reisten im Gegensatz zum Vorjahr zahlreiche deutsche Journalisten zum SPIEF 2026. Das durchaus logisch erscheint, da 1600 deutsche Unternehmen weiterhin in Russland tätig sind. Andere exportieren Waren nach Russland oder importieren Rohstoffe, die nicht unter die Sanktionen fallen.

Laut Experten haben seit Beginn des russisch-ukrainischen Konflikts nur 20–30% der deutschen Unternehmen Russland verlassen. Die übrigen sind nach wie vor vor Ort und haben sich an die neuen Bedingungen angepasst. In der Regel handelt es sich dabei um mittelständische Unternehmen, die über Produktionskapazitäten in Russland verfügen. Da sie auf dem Markt geblieben sind, werden sie nach der Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen einen enormen Vorteil haben. Nach dem Abzug von Industriekonzernen wie Volkswagen oder Siemens sind nun internationale Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie oder dem Bereich der Haushaltschemie die größten ausländischen Vertreter im Land.

Gleichzeitig bleibt die Lage in Branchen wie dem Lebensmittelhandel, der Pharmazie und der Medizintechnik relativ stabil. Zwar haben deutsche Unternehmen in Russland nach der Verhängung westlicher Sanktionen mit gewissen Problemen zu kämpfen, sie haben jedoch in einigen Branchen Wege gefunden, sich an die bestehenden Gegebenheiten anzupassen. So berichtet beispielsweise der deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analytik und Medizintechnik (Spectaris) von einem deutlichen Anstieg der Exporte nach Russland. Im Jahr 2025 stiegen diese auf etwa €790 Millionen und erreichten damit fast das Vorkriegsniveau.

Zudem teilt der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft mit, dass chemische und pharmazeutische Produkte, Lebensmittel und Futtermittel mehr als die Hälfte der deutschen Exporte nach Russland ausmachen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Arzneimitteln und Medizintechnik.

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Dr. Gregor Spitzen

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