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  Russland  Das IOC hebt die Sperre auf und ebnet Russland damit den Weg zur Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles
RusslandSportWelt

Das IOC hebt die Sperre auf und ebnet Russland damit den Weg zur Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles

Dr. Gregor SpitzenDr. Gregor Spitzen—7. июля 2026

Foto © getty images

Das Internationale Olympische Komitee hat am Dienstag die Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees vorläufig aufgehoben. Damit ist im Vorfeld der Spiele 2028 in Los Angeles ein wichtiger Schritt in Richtung der Wiedereingliederung Russlands in die olympische Gemeinschaft getan.

Die Sperre war nach dem Einmarsch in die Ukraine verhängt worden. Die Entscheidung über die russische Hymne und Flagge ist noch unklar.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die nach dem Einmarsch in die Ukraine verhängte Sperre gegen Russland aufgehoben und damit den Weg für die Teilnahme der russischen Mannschaft an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles geebnet.

Nur eine Handvoll russischer Athleten durfte bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris und den diesjährigen Winterspielen in Mailand-Cortina als autorisierte neutrale Athleten antreten. Zuvor hatte ein IOC-Prüfungsgremium überprüft, ob sie den Krieg in der Ukraine öffentlich unterstützt hatten.

Diese Auflage ist nun aufgehoben, sodass in Los Angeles voraussichtlich eine russische Mannschaft mit Hunderten von Athleten antreten wird. Das IOC erklärte jedoch, dass es zu einem späteren Zeitpunkt darüber entscheiden werde, ob die Russen unter ihrer eigenen Flagge und mit ihrer eigenen Hymne antreten dürfen.

Zudem kündigte das IOC an, vorerst keine Veranstaltungen in Russland auszurichten und auch keine russischen Amtsträger zu seinen Veranstaltungen einzuladen.

In einer Stellungnahme hieß es: «Die Entscheidung darüber, ob Veranstaltungen und Sportwettkämpfe in Russland ausgerichtet werden, ob russische Regierungs- oder Staatsvertreter zu Wettkämpfen eingeladen werden oder ob das Zeigen der russischen Flagge, der Hymne, der Farben oder anderer Erkennungszeichen gestattet wird, liegt im Ermessen der jeweiligen internationalen Verbände und der internationalen Sportveranstalter. Sie sollte widerspiegeln, ob ihre nationalen Verbände in gutem Ansehen stehen».

«In diesem Zusammenhang wird das IOC keine IOC-Veranstaltungen in Russland organisieren oder russische Regierungs- oder Staatsvertreter zu seinen Veranstaltungen einladen. Das IOC wird zu gegebener Zeit eine Entscheidung hinsichtlich der Zurschaustellung der russischen Flagge, der Hymne, der Farben oder sonstiger Erkennungszeichen bei den Olympischen Spielen treffen».

Zudem bestätigte es, dass russische Athleten aufgrund von Bedenken hinsichtlich der russischen Anti-Doping-Agentur mehrfach von der Internationalen Anti-Doping-Agentur getestet werden müssten, bevor sie wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen dürften.

Für die Aufhebung der Suspendierung war nicht der Krieg an sich ausschlaggebend, sondern vielmehr die Tatsache, dass das Russische Olympische Komitee (ROC) Gebiete in der Ukraine als unter seiner Zuständigkeit liegend beansprucht hatte. Das IOC erklärte jedoch, seine Rechtskommission sei nun davon überzeugt, dass das ROC keine regionalen Sportorganisationen mehr in Gebieten, die unter die Hoheitsgewalt der Ukraine fallen, zu seinen Mitgliedern zähle. Infolgedessen wurde die am 12. Oktober 2023 verhängte Sperre aufgehoben.

Das IOC-Exekutivkomitee kündigte an, die Situation im Zusammenhang mit etwaigen Aktivitäten des ROC in diesen Gebieten weiterhin genau zu beobachten und sich «das Recht vorzubehalten, weitere Maßnahmen zu ergreifen, falls dies als notwendig erachtet wird».

Das IOC wies außerdem darauf hin, dass die Auswahl russischer Athleten «nicht nur auf ihren sportlichen Leistungen, sondern auch auf ihrer Fähigkeit beruhen muss, als Vorbilder zu fungieren, die eine friedliche Gesellschaft durch den Sport respektieren, wahren und fördern, wie es in der Olympischen Charta festgelegt ist».

IOCOlympische SpieleROCRusslandSuspendierung
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Dr. Gregor Spitzen

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